Geschäftsstelle hat neue Leiterin
Jan Fischer hat die Geschäftsstelle von Sportstadt Luzern seit Beginn im Jahr 2019 aufgebaut. Ende Juli 2026 übergibt er die Geschäftsleitung an Karin Winistörfer - Grund genug für einen Rück-, Ein- und Ausblick im Gespräch von Jan und Karin.
Karin: Sportstadt ist nun 7 Jahre alt und steht - auf Menschen übertragen - gerade mal am Ende des 2. Schuljahres. Was steht in ihrem Schulzeugnis?
Jan: Ich habe reingeschaut und kann sagen, dass die Noten erfreulicherweise recht gut sind (lacht). In den sieben Jahren haben wir einiges erreicht: Der Dachverband der städtischen Sportvereine konnte sich als zuverlässiger Partner und Anlaufstelle für inzwischen 110 Vereine etablieren und die Vernetzung unter den Vereinen fördern. Wir haben gute Kontakte zur Stadtverwaltung und zur Politik aufgebaut, und die Anliegen der Sportvereine finden politisch vermehrt Gehör.
Welche Projekte konntest Du umsetzen?
Wichtig sind die Grossanlässe "Tag der Luzerner Sportvereine" und "Luzern bewegt", an welchen sich die Vereine der Öffentlichkeit präsentieren und neue Mitglieder gewinnen können. Sportstadt führt regelmässig Treffen zu aktuellen Themen durch, und wir bieten via Homepage diverse Dienstleistungen für Mitglieder und Interessierte an, darunter die Vermittlung von passenden Sportvereinen und von Freiwilligen, Infos zu Schnuppertrainings und Sportangeboten - auch für Personen ab 50 Jahren -, einen Materialverleih sowie Tipps für Vereinsmanagement-Software. Allerdings ist mir wichtig: Das Erreichte ist nicht lediglich das Verdienst der Geschäftsleitung. Zentral sind auch ein funktionierender Vorstand und Vereine, die mitziehen.
In welchen "Fächern" ist Sportstadt stark, und in welchen sollte sie ihre Hausaufgaben besser machen?
Wir sind den Vereinen auf Augenhöhe begegnet und haben ihre Anliegen sowie Herausforderungen stets ernst genommen. Auf diese Weise können wir den Vereinen zeigen, dass wir ihre enorme Arbeit wertschätzen. Politisch bauen wir uns schrittweise ein Netzwerk auf. Aus meiner Sicht stecken wir in diesem Bereich aber noch in den Kinderschuhen: Das politische Engagement sollten wir weiter ausbauen. Ich bin überzeugt davon, dass die Sportvereine sich noch besser vernetzen müssen, um die Herausforderungen im Alltag bewältigen zu können, und genau dafür bietet Sportstadt Unterstützung.
Welche Erlebnisse waren für Dich als Geschäftsleiter die schönsten und eindrücklichsten?
Zu den Highlights gehörten die Durchführungen des Tags der Luzerner Sportvereine, bzw. in diesem Jahr von "Luzern bewegt". Es ist eindrücklich, zu sehen, wie engagiert Vereine ihre Sportart präsentieren und wie viele Kinder und Erwachsene sie dadurch begeistern können.
Welches waren die grössten Schwierigkeiten, die Dir die noch junge Sportstadt bereitete?
Mit einem Pensum von 30 Prozent konnte ich nicht alles Wünschbare umsetzen, sondern musste mich auf gewisse Projekte und Themen fokussieren. Für Sportstadt ist es ein grosser Gewinn, dass die Stadt Luzern ihre finanzielle Unterstützung erhöht und das Pensum für die Geschäftsleitung nun auf 40 Prozent aufgestockt wurde. So lässt sich noch mehr bewegen.
Hat der Sport in Deiner eigenen Zukunft eigentlich noch einen Platz?
Ich hoffe doch! Obwohl die Zeit aus familiären Gründen aktuell relativ knapp ist, werde ich weiterhin beim FC Kickers aktiv sein.